#Lifestyle // 07.04.17

Das neue Wahrzeichen von Oslo

Oslo erfindet sich mit moderner Architektur neu – nur schon der Besuch bei der Staatsoper von Oslo macht eine Reise in die Hauptstadt Norwegens lohnenswert.

Bild: Visit Oslo

Prunk & Bescheidenheit, Technik & Natur, Moderne & Tradition – selten treffen so viele Kontraste aufeinander und vereinen sich dermaßen elegant in einem Meisterwerk, wie in der Oper von Oslo.

Dank den reichen Erdöl- und Gasvorkommen und den entsprechend prall gefüllten Staatskassen, konnte Oslo in den vergangenen Jahren großzügig in neue Bauten investieren. Nach fünf Jahren Bauzeit und Baukosten von 548 Millionen Euro, wurde im April 2008 die norwegische Staatsoper eröffnet.

Das vom Osloer Architektenteam Snøhetta entworfene Gebäude mit frei zugänglicher Dachlandschaft zur Erweiterung des öffentlichen Stadtraums ist einem treibenden Eisberg nachempfunden. Als Halbinsel in den Fjord hineingebaut, erheben sich die Baumassen wie ein majestätisches Gebirge von Eisschollen aus dem Meer.

Von dem aus Carrara-Marmor Blöcken bestehenden Dachplateau bieten sich wunderbare Ausblicke auf die Stadt, die neue Skyline Oslos namens Barcode und den Fjord. So abstrakt und kühl sich das Opernhaus von Außen zeigt, so warm und vertraut wirkt sein Inneres.

Das Herz des Opernhauses bildet der hufeisenförmige Saal der Hauptbühne, mit seiner eindrücklichen Akustik und 1’358 Sitzplätzen. Passend zur norwegischen Bescheidenheit gibt es jedoch keine Logenplätze, nicht einmal für den König. Entsprechend wird auch der Dresscode großzügig und modern ausgelegt, ohne Rücksicht auf einschränkende Traditionen.

Nichts desto Trotz, mit dem Smoking oder einem schwarzen Anzug ist man in der Oper immer richtig gekleidet. Als Alternative empfiehlt sich ein dunkler Anzug oder ein dunkles Sakko in Kombination mit einer gepflegten Chinohose oder Edel-Jeans.

Für all diejenigen, welche vor Ort mehr über die Staatsoper Oslos und deren Architektur erfahren möchten, empfiehlt es sich ein Führungstermin zu buchen, um auch einen Blick hinter die Kulissen zu erhaschen.